„Sie müssen sich einfach mehr bewegen.“ Ein gut gemeinter Rat kann ins Leere laufen, wenn eine Patientin oder ein Patient noch unsicher ist. Wie Gespräche in solchen Momenten gelingen können, stand im Mittelpunkt des fünftägigen Grundkurses Motivierende Gesprächsführung vom 11. bis 13. Juni sowie 16. und 17. Juli 2026 an der GGA.
Den Lösungsreflex erkennen
Fachkräfte möchten helfen und bieten deshalb oft früh Lösungen an. Die Motivierende Gesprächsführung (Motivational Interviewing, MI) nach William R. Miller und Stephen Rollnick lädt dazu ein, zunächst die Sichtweise des Gegenübers zu erkunden. Die Teilnehmenden reflektierten, wann gut gemeinte Ratschläge unbeabsichtigt Widerstand auslösen können.
Zuhören, würdigen und Veränderungssprache fördern
Im Kurs wurden offene Fragen, reflektierendes Zuhören, Würdigung und das Erkennen von Veränderungssprache praktisch geübt. Auch der Umgang mit Ambivalenz und das respektvolle Anbieten von Informationen gehörten zu den Themen. Ziel war eine partnerschaftliche Gesprächsführung, die Autonomie und Selbstvertrauen stärkt.
Ein Ansatz für verschiedene Gesundheitsberufe
Der Austausch zwischen Berufsgruppen zeigte unterschiedliche Anwendungssituationen – von der Schmerztherapie bis zur Begleitung gesundheitsbezogener Verhaltensänderungen. Im Mittelpunkt stand keine Überredungstechnik, sondern die gemeinsame Suche nach persönlich bedeutsamen nächsten Schritten.
Weitere Fortbildungen der Gottfried Gutmann Akademie entdecken.


